Meine Weltsicht - ein Versuch einer Erklärung
Das Pachinko Universum
Karl Fluch, 13.07.2019 erster Upload
Überarbeitung 30.12.2020
Ich bin ein Suchender und absolut kein Physiker. Bin jedoch überaus daran interessiert, die Natur des Kosmos, der Realität zu verstehen und nutze die wunderbaren Kanäle auf YouTube um aus vielen relevanten Bereichen Einblicke und Theorien in verständlicher Form zu erhalten. Diese Bereiche sind Quantenphysik, Relativitätstheorie, String Theorie, Astronomie, Bewusstseins Forschung und ein bisschen östliche Mystik. Es ist mir ein Bedürfnis, Antworten auf die großen Fragen zu finden.
Die themenübergreifenden Informationen ließen in mir folgendes Bild des Aufbaus des Universums entstehen, welches ich am liebsten mit Pachinko illustriere.
Beim japanischen Pachinko Spiel ist die 2 dimensionale Welt mit Nägelchen und Funktionskörpern (Pumper)  gepflastert. Eisenkügelchen werden oben eingebracht und fallen nach unten. Dabei bahnen sie sich alle möglichen Wege nach unten. Entscheidungen ob der Weg nach links oder rechts geht, werden je nach Nägel, flipperartigen Pumpern und Interaktionen mit anderen Kugeln getroffen.
In der für uns realen Welt des Kosmos könnte es ähnlich sein. Hier ist der Pachinko Ball unser Bewusstsein. Das Nagel/Pumperbrett wird durch das 11 dimensionale Universum ersetzt  - 11 Dimensionen in Anlehnung an die String Theorie. Mit dem Urknall hat sich ein ‚starres‘ Netzwerk gebildet. Es sollte sich augenblicklich ausgebildet haben, da das Konstrukt Zeit in einem höherdimensionalen Raum keine Bedeutung hat. Anfang und Ende des Kosmos existieren gleichzeitig. Für ein Lichtteilchen/Photonen vergeht ja auch keine Zeit, es durcheilt das ganze Universum bis zum absoluten Ende augenblicklich, sofern es nicht mit etwas kollidiert.
Dieses Netzwerk besteht aus Feldern, aus Wahrscheinlichkeitsfunktionen. Jeder mögliche Weg eines jeden Teilchens ist durch die physikalischen Gesetze vorgegeben und das Netzwerk umfasst all diese Möglichkeiten gleichzeitig. Es gibt keine ‘Viele Welten Theorie‘, in der nach jedem Kollaps einer Superposition ein neues Universum abgespalten wird. Jede mögliche Welt existiert bereits, nur findet sie in einer eigenen Verzweigung/Möglichkeit statt. Diese ist analog der Zeitdimension, nur umfasst sie alle Möglichkeiten die sich entwickeln können und ist stets präsent.
Nun kommt man über Calabi Yau Mannigfaltigkeit nicht herum und ich glaube nicht, dass diese ganz klein aufgewickelte Dimensionen sind, sondern dass man sich eine Dimension fundamental anders vorstellen muss. Die Raumdimensionen sind schließlich ebenfalls fundamental anders als die Zeitdimension. Und wenn man sich durch die ‚Calabi Yau Dimension‘ bewegt, überstreicht (umfasst) diese alle möglichen Formen die ihr zugeschrieben wurden und jede Form hat in ihren Dimensionen ein eigenes Netzwerk, welchen einfach mangels Funktionalität kein brauchbares Universum bietet (swampland Theorie). Wenn das Bewusstsein als eigene Kraft in den höchsten Dimensionen angesiedelt ist, hat es den Überblick über die anderen untergeordneten Dimensionen und kann sie so als Spielfeld nutzen.
Dimensionsvorschlag (5-11 kann auch anders aufgeteilt werden)
1-3         Raum
4             Zeit
5            Blockuniversum aller Kombinationen von Raum und Zeit - also alle möglichen Entwicklungen eines Ausgangzustands
6            Blockuniversum aller Kombinationen von Ausgangszuständen
7-11         Calabi Yau Mannigfaltigkeit und in den höchsten Dimensionen Bewusstsein
Ich glaube nicht an dunkle Materie oder dunkle Energie – diese sind Auswirkungen des abweichenden Aufbaus von der Kopenhagener Interpretation. Ein Hinweis dazu kommt vom Delayed Choice Experiment. Es ist verblüffend, dass Photonen in der Zeit rückwirkend wissen, ob sie gemessen werden oder nicht. Wenn die Welt jedoch schon feststeht, dann überrascht es nicht mehr. Es ist egal ob das Photon aus cm oder Lichtjahren heranfliegt, es geschieht stets augenblicklich. Denn masselose Teilchen sind mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs und aus Sicht dieses Teilchens gibt es keine Zeit. Selbst wenn die Äonentheorie stimmt ist es für masselose Teilchen nicht mal ein Wimpernschlag sie alle zu durcheilen.
FAZIT
Das Universum ist ein Netzwerk aller Möglichkeiten die bereits vollständig vorliegen. Das Bewusstsein sucht sich seine Möglichkeiten aus und nimmt sie wahr. Das Leben und das Universum sind nichts weiter als ein überaus komplexes Pachinko Spiel.
Möglicherweise gibt es die Zeitdimension nicht - sie ist eine Folge des Bewußtsein oder eine Dimension die dem Bewußtsein zuzuordnen ist. Bewußtsein ohne Zeitempfinden wäre schließlich sinnlos.
Fragen über Fragen
Der Versuch Erklärungen zu finden häuft stets mehr Fragen auf - diese sollten jedoch neue Fragen sein, ansonsten kommen wir nicht weiter. So habe ich mich stets gefragt: wenn das Universum eine Schöpfung wäre, womöglich wie geschrieben eine die für die Menschen abgestimmt ist, warum ist das Universum so unvorstellbar groß. Warum mußten 13,81 Milliarden Jahre vergehen, bis wir auf den Plan traten? Da hätte es ein eher mittelalterliches Bild auch getan.
Dabei ist das Universum gesichert viel größer als das sichtbare Universum. Es erstreckt sich weit in Regionen hinaus, in die wir nicht sehen können, weil das Licht noch nicht die Zeit hatte uns zu erreichen. Aufgrund der Gravitationswirkung von Superclustern hinter dem sichtbaren Universum können wir schließen, dass es zumindest deutlich größer ist. Ob das deutlich doppelt bedeutet oder ob wir nur ein Tausendstel oder weniger sehen, wissen wir nicht.
Wenn das Bewußtsein das Fundament des Universums ist, die Entstehung zeitlos ist und alle Möglichkeiten umfasst sind, dann macht alles Sinn. Dann reicht ein Gedanke eines 'Weltgeistes' und das Universum ist geboren. "Im Anfang war das Wort."
Das Universum ist ein sogenannte Blockuniversum  - also alles Physische existiert gleichzeitig. Ist die Zukunft somit unveränderlich und damit der freie Wille ausgeschaltet? Das ist nur der Fall, wenn es sich um ein vierdimensionales Blockuniversum handelt. Das Bewußtsein steigt dann an einer Stelle ein und ist passiver Mitfahrer. Aus höherdimensionaler Sicht wäre das Schicksal festgeschrieben. Nun glaube ich, dass das Blockuniversum mehr Dimensionen hat, also alle physikalisch möglichen Entwicklungen umfasst. Somit haben wir stets die Wahl, unseren Weg durch das Patchinko Labyrinth zu wählen. Natürlich kann man immer noch argumentieren, wenn man von der höchsten Dimension auf den Kosmos blickt, ist alles vorherbestimmt und unveränderlich. Das führt jedoch zu sinnlosen Spekulationen, da wir nicht wissen wie viele Dimensionen es gibt oder ob die Theorie überhaupt zutrifft. Jedenfalls liegt meiner Meinung die Zukunft in 4 Dimensionen nicht fest wie es bei einem einfachen Blockuniversum der Fall wäre. Dazu kommt, dass der Begriff 'unveränderlich, festliegend' in einer zeitlosen Welt ohne Bedeutung. Als Wesen, die wir der Zeit unterliegen, fehlt uns die Vorstellungskraft darüber.
Beziehung zu anderen Bewußtseinsentitäten
Da eingangs viele Spekulationen über die Beschaffenheit der Realität Eingang gefunden haben, dachte ich, dass weitere Überlegungen wenig Sinn haben, weil es auf wackeligen Fundamenten steht. Das Hauptproblem ist die fehlende Theorie über das Zusammenspiel, die Interaktion der Bewußtseinseinheiten zueinander. Unerwartete Antwort lieferte folgender 'Zufallsfund' via Kommentar auf einem Youtubevideo.
Alles in Einem – Eines in Allem
Über den Hinweis auf das 'net of being' kam ich auf das Avatamsaka-Sutra. Hier steht, die Buddhas erkennen mit ihrer Weisheit, daß der ganze Kosmos der Seienden ohne Ausnahme so wie das große „Netz im Indra-Palaste“ ist, so dass alle Seienden wie die Edelsteine an jedem Knoten des „Indra-Netzes“ untereinander unendlich und unerschöpflich ihre Bilder und die Bilder der Bilder u.s.f. in sich spiegeln. Indras Netz zeigt ein schönes Bild für die Verbundenheit alles Seienden. In dieser Tradition wird erzählt, Gott Indra habe ein Netz geknüpft und jeder Knoten darin sei ein in viele Facetten geschliffenes Juwel. Wenn nun in einem Juwel eine Bewegung stattfindet, spiegeln alle anderen Juwelen diese Bewegung wider, werden von der Bewegung, die sie aufgenommen haben, verändert, und ihr verändertes Sein wird wiederum von allen anderen Juwelen gespiegelt. Jeder Mensch, jedes Tier, jede Pflanze und jedes Mineral ist ein solches Juwel. Wenn also in einem Menschen eine Bewegung stattfindet, wird sie von den Menschen in seiner Umgebung aufgefangen und weitergespiegelt. So hängt alles mit allem untrennbar zusammen.
Dieses Prinzip drückt die Sichtweise des buddhistischen Holismus aus. Jeder Gegenstand und jedes Lebewesen existiert nicht isoliert für sich, sondern ist mit allen anderen verbunden und ist selbst in jedem anderen Teil enthalten. Alles ist gegenseitig durchdrungen. Die Kurzform dieses Prinzips lautet: Alles in Einem – Eines in Allem. (Quelle Wikipedia).
Das passt wunderbar zu meiner 'Idee' des höherdimensionalen Universums und erstaunt, dass es jahrtausende altes Wissen ist, welches Antworten gibt. Somit drängt es sich auf, sich nicht nur mit westlicher Physik zu beschäftigen, sondern ergänzend mit buddhistischen Einsichten. Es macht keinen Sinn an etwas zu glauben, was beweisbaren, wissenschaftlichen Erkenntnissen widerspricht. Sie müssen sich ergänzen.
Karma
Hier findet auch Karma seinen Platz - das schlichte Gesetz von Ursache und Wirkung. In der Physik ist es auf den Energieerhaltungssatz begrenzt, der Buddhismus dehnt es auf alle Dimensionen inklusive des Bewusstseins aus.

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